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Missionsstädte am Kap

1737 kam der erste deutsche Missionar ans Kap, um den Khoi die christlichen Werte näher zu bringen: George Schmidt ließ er, ein Herrenhuter Bruder, der die Missionsstadt "Genandental" (vorher Baviaanskloff) gründete, die Khoi taufte, ihnen lesen, schreiben und Handwerk beibrachte.

Diese älteste Missionsstadt existiert noch heute (Riviersonderendberg an der R304) und sie hat einen original erhaltenen Kirchplatz mit 25 denkmalgeschützten Gebäuden und ein kleines interessantes Museum.

Eine der schönsten von Deutschen gegründeten Missionsstädten ist Elim (von Pearly Beach auf der R317 Richtung Bredasdorp). Seit 1824 kaum verändert, ziehen sich reetgedeckte, weißverputzte Häuschen die Straße entlang, und die Uhr im Kirchturm geht immer noch - seit 1764. Sie ist "made in Germany".

Die holländisch-reformierte Kirche Südafrikas sah der Arbeit der deutschen Missionare mit Mißtrauen zu und behauptete, die Missionen seien Verstecke von Dieben und Mördern, wobei sie in Wirklichkeit Zufluchts- und Bildungsstätten für mißhandelte Arbeiter von den großen Farmen war. 1909 wurde ein Gesetz erlassen, das den Bewohnern der Missionsstädte Landbesitz verbot, 1926 wurde das Lehrerausbildungszentrum geschlossen. Dadurch verarmte die Gemeinde.

Die Missionsstadt "Wuppertal" - 1830 von 2 Missionaren aus Elberfeld im Tal der Wupper gegründet - wird bis heute von ca. 4000 Nachfahren von befreiten Sklaven, Buschmännern und weißen Seefahrern bewohnt. Die damals von den Deutschen gegründete Schuhfabrik stellt bis heute die bekannten, bequemen Wanderschuhe her - ohne Leim oder Nägel - genannt "velskoene". Wuppertal liegt in den Cederbergen, 70km von Clanwilliam entfernt (N7 Richtung Osten).