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"Vor uns liegt eine wunderschöne Wildnis - und ein herrliches Naturdenkmal:
der gewaltige Berg mit seinen großen Stützpfeilern, die auf jeder Seite hoch a
ufragen, über einem tiefen, sandigen Tal, das am blauen Rand des Ozeans beginnt."
Jan van Riebeck, Gründer Kapstadts, bei seiner Ankunft in der Tafelbucht am
6.4.1652
So wie es einst Jan van Riebeck sind auch heute die Besucher Kapstadts und der
Kapprovinz beeindruckt von der landschaftlichen Schönheit und der einmaligen
geographischen Lage. Das mediterrane Klima ohne extreme Temperaturschwankungen
(von 5°C im Winter bis 26°C im Sommer) verbunden mit Regenfällen sorgt für eine
interessante und üppige Vegetation von Eichen über Weinbaugebiete bis zum
charakteristischen "fynbos", der frische Wind reinigt die smogbelastete Luft,
der Tafelberg als "Seele Kapstadts" beeindruckt immer aufs Neue und der
Zusammenfluß der beiden Ozeane (rechts der kalte Atlantik, links der wärmere
Indische Ozean) am Cape Point ist ein Anblick, den keiner so schnell vergißt.
Für viele Menschen stellt die Kapprovinz daher nicht das "wirkliche Afrika" dar,
denn es gibt weder Löwen noch Elefanten, keine staubig-trockene oder schwüle Hitze
oder Naturkatastrophen wie Überflutungen.
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Kapstadt Reiseführer
Neben der "Sonnenseite" Kapstadts gibt es jedoch auch die andere, dunkle Seite: in
den Cape Flats liegen die Townships, die Wohngebiete der armen Bevölkerung Kapstadts:
in Rynlands leben vorwiegend Inder, in Guguleto die Xhosa. In Crossroads - früher
ein trostloses Slumgebiet ohne Wasser, Strom und Kanalisation - an die 500.000 Farbige
und in Khayelitsha Schwarze, aber inzwischen laufen staatliche Hilfsprogramme an.
Trotzdem ist die Kriminalitätsrate hoch, denn Alkoholismus und organisiertes
Bandentum haben Familienstrukturen zerbrechen lassen. So gibt es in Kapstadt
Gebiete, die man nicht allein und nachts betreten sollte.
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