|
Weiter ging es über verschiedene Höhenzüge und Pässe von der Küste weg, Richtung Kapstadt. Wir durchfuhren eine Region, die sehr grün war und die Kornkammer Südafrikas darstellt. Das Getreide stand kurz vor der Ernte. Das günstige Klima ermöglicht hier zwei Ernten pro Jahr. Somerset West rechts ab, Richtung Norden auf der R44. Ein Weingut links, ein Weingut rechts.

Es war Nachmittag, die richtige Zeit um Kaffee zu trinken oder - da wir nun mal gerade in der Nähe sind, eine Weinprobe zu machen. Anfänger in Bezug auf südafrikanischen Wein waren wir mittlerweile nicht mehr. „Nederburg“, „Garcia“ oder dieser vorzügliche Wein aus der Gegend von Calitzdorp waren für uns schon bekannte Weine. Also, rechts rein auf das Weingut „Blaauwklippen“. Teil der Rheinischen Mission in Stellenbosch.
|
Die Tatsache, daß ich noch heute einen Coupon für eine Weinprobe habe, sagt viel über die Qualität der „Finest Wines“ aus. Mir hat jedenfalls keiner der Weine geschmeckt. Am Nachmittag erreichten wir die wohlhabende Stadt Stellenbosch. Die Stadt ist bekannt wegen seiner vielen Weingüter, der vielen kapholländischen Häuser und wegen der Universität. Früher waren hier keine schwarzen Studenten zugelassen, so daß der Ort von den Problemen Afrikas nicht viel mitbekommen hatte, und deshalb den scherzhaften Beinamen „Out of Africa“ bekam.

Der kurze Aufenthalt in Stellenbosch entwickelte sich zum richtigen „Neckermann - Erlebnis“. Schnell, schnell, nichts gesehen, nur gerannt, „Wie war´s?“ „Keine Ahnung, ich muß mir Zuhause erstmal die Bilder angesehen.“, von der Atmosphäre nichts mitbekommen. Nur weiß ich, hierher sollte man mit mehr Zeit wiederherkommen.
|